Geschenkidee für Männer

Die letzten zwei Wochen standen ganz in der Vorbereitung T.s Geburtstags. Der junge Mann ist gestern 30 geworden und da muss man sich ja schon ein bisschen was einfallen lassen. Wir haben also einen Raum gemietet, DJ und Musikanlage bestellt und einige Fässer Bier ran geschafft.
Auch geschenketechnisch wollte ich mir etwas einfallen lassen. T. hat mir einen Kurztrip zum Geburtstag geschenkt. Zu seinem Geburtstag hat er sich dann gewünscht, dass ich ihm nichts schenke und wir stattdessen dieses Jahr nochmal wegfahren. Wahrscheinlich nicht sehr weit, aber dass wir es uns nochmal schön machen.
Naja, aber irgendeine Kleinigkeit wollte ich schon noch haben. T.s Mutter kam recht schnell mit einer tollen Idee, an der ich mich mitbeteiligte: ein Fotobuch. Richtig schön gedruckt und gebunden mit wirklich klasse Bildern. Hat zwar recht viel Zeit gekostet und war auch kein Mega-Schnäppchen, aber es war die Mühe wert und ist wirklich super geworden. T. hat sich sehr gefreut und das ist die Hauptsache!

Aber mir fehlte immer noch irgendwas zum Überreichen. Das Fotobuch wollte ich T.s Mutter überlassen.
Dann kann mir Whisky in den Sinn. Ich bin zwar normalerweise gar kein Fan davon Spirituosen zu verschenken. Aber meistens ist das gar nicht so eine schlechte Idee, vor allem wenn es Getränke sind, die man sich nie selbst holen würde. Ich würde mir z.B. nie Barcardi Razz kaufen. Weiß nicht wieso, könnt ihr mir ja schenken. Stattdessen bekomm ich eher immer Baileys, obwohl ich mir das auch selbst kaufen würde. ^^
Chivas Regal - 18 Jahre ca. 46€

Egal, zurück zum Thema. Ich wollte T. also Whisky schenken. Er fährt da total drauf ab, beschäftigt sich damit und weiß - denk ich - einen edlen Tropfen zu schätzen. Also er schüttet das Zeug jetzt nicht mit Cola in sich rein, sondern trinkt eher hin und wieder ein wenig zum Genießen ohne Eis ("Das verwässert nur!"). So kam ich auf vidamo.de, die neben Wein, Spirituosen, Zigarren und Pfeifentabak auch Schokolade verkaufen. Irgendwie so ein richtiger Männerladen. *haha*
Von da an war es eigentlich total leicht T.s Geschmack zu treffen. Ich hab auf Whisky geklickt, hab die verschiedenen Sorten nach bester Bewertung sortieren lassen und einen Whisky in meiner Preiskategorie ausgesucht.
Big Peat - Blended Malt ca. 44€

Bei diesem Whisky fand ich z.B. die Flasche total genial und auch die Bewertung stimmte, aber dann hab ich mich doch für eine andere Geschmacksrichtung entschieden. Aber ich denke diesen Whisky werde ich T. auch mal schenken oder er wird ihn sich selbst holen. Könnte mir schon gut vorstellen, dass er ihm gefällt.
Balvenie - 12 Jahre ca. 37€
Letztendlich ist es dieser Whisky geworden. Damit hab ich auch genau seinen Geschmack getroffen und der Name kam mir glaub ich aus ein paar HipHop-Liedern bekannt vor. ;-) Jedenfalls ist er mächtig gut angekommen und T. hat er auch wirklich gut geschmeckt. Auftrag erledigt! ^^

Das Bauchgefühl

Ich bin ein Mensch, der lange über Dinge nachdenkt, bevor er sich entscheidet. Wenn ich mich dann aber entschlossen habe, muss alles möglichst schnell und sofort gelingen. Ich hab zwar eine Engelsgeduld, aber nur mit anderen, nicht mit mir selbst. Ich verlange häufig zu viel von mir und das auch noch möglichst schnell.
So kam es schon häufiger vor, dass ich mich quasi selbst enttäuschen musste, weil ich mir einfach von vorn herein zu viel zugemutet habe. Dass ich zu mir selbst viel strenger bin als zu anderen, hab ich euch ja schon mal erzählt und geht euch ja, glaub ich, auch oft so.

Nunja, aber immerhin habe ich ein ziemlich gutes Bauchgefühl, auf das ich eigentlich immer höre, wenn ich mir unsicher bin. Und bisher war das dann auch immer die richtige Entscheidung. Mein Kopf ist nämlich viel zu übereilig. Es ist dann mein Bauch, der dann einschreitet und sagt "So nicht! Schalte doch mal einen Gang zurück! Wenn wir es so angehen, wird das sicher nichts."

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich hab euch ja schon vor einem Jahr erzählt, dass ich mich auf das Latinum vorbereite. Die erste Prüfung war dieses Jahr im März. Die Klausur hab ich zwar bestanden, aber die mündliche Prüfung nicht, weshalb ich die Prüfung jetzt im September eigentlich wiederholen sollte. Seit letztem Jahr setzte ich  mich also intensiv mit Latein auseinander und hab natürlich schon erhebliche Fortschritte gemacht. Aber da es sich jetzt um meinem letzten Versuch handelt, hab ich die Prüfung dann doch abgesagt. Ich bin echt nicht schlecht in Latein, aber fühle mich absolut nicht gut genug für die Prüfung. Mein Kopf regt sich natürlich tierisch über mich auf, aber mein Bauch sagt, dass ich es lieber lassen sollte.
Was kann schon passieren?! Ich kann mich ja nur noch verbessern. Und dann lieber jetzt noch ein paar Monate mehr Latein als das Studium in die Tonne kloppen zu können. Denn wenn ich nochmal durchfallen sollte, war mein Studium für die Katz...

Dass die Entscheidung richtig war, merke ich immer ein paar Tage später. Ich fühl mich viel besser, leichter und zuversichtlicher. Es ist ja nicht so als hätte ich seit letztem Jahr dann nichts geschafft. Im Gegenteil! Man muss einfach viel mehr auf die ganzen kleinen Leistungen achten und nicht immer nur auf große Prüfungen. Da ich nun endlich auch Semesterferien habe, weil ich das Lernen doch etwas reduzieren kann, habe ich endlich wieder etwas Zeit für mich und all die Dinge, dir liegen geblieben sind und für die ich so lange keine Zeit hatte. Bis die Uni wieder beginnt, werde ich diese Zeit auch auskosten und dann erst wieder Vollgas geben. Es ist ja dann auch das letzte Semester und das besteht nur aus Latein und zwei Veranstaltungen...

Seid ihr eher Kopf- oder Bauchmenschen?
Wie fühlt ihr euch nach Entscheidungen, bei denen Kopf und Bauch sich nicht einig sind?

"Nur" zusammen?
Und wo bleiben die Kinder?

Eine weitere Hochzeit ist vorbei und so langsam habe ich keine Lust mehr!
Nicht weil mir die Hochzeit an sich nicht gefallen oder so. Es sind vielmehr die Gäste, die mich nerven. Auf jeder Hochzeit trifft man ja doch irgendwelche anderen, die man irgendwoher kennt. Selten ist man auf einer Hochzeit eingeladen und kennt wirklich nur das Brautpaar. Zumindest ist es bisher auf unseren ganzen Hochzeit so gewesen.

Also trifft man immer irgendwen, den man schon länger oder teilweise ewig nicht mehr gesehen hat. Auch die letzte Hochzeit war so ein Fest. Eigentlich ist sowas wirklich sehr sehr schön. Ich hab mich über manche Leute riesig gefreut. Einige habe ich sicher zehn Jahre nicht mehr gesehen.
Aber so blieben die üblichen Fragen in unserem Alter und bei so einer langen Beziehung nicht aus:
Ihr seid doch sicher auch schon verheiratet, oder?
Wie? Ihr seid nur zusammen? Aber doch auch schon ewig!
Und was ist mit Kindern?
Wie sind denn so eure Pläne?

Wieso frage ich das eigentlich niemanden? FrauBrit hat dazu auch schon mal so einen Post geschrieben. Was fällt den Leuten eigentlich ein, solche Fragen zu stellen??? Und da hört man doch immer wieder, dass man heutzutage gar nicht mehr heiraten "muss". Scheinbar ja schon! Ich scheine total abnormal zu sein, weil wir noch nicht verheiratet sind. Und wie kann man denn "nur" zusammen sein?! Hört sich an als sei es schlechter als verheiratet zu sein. Dabei sind T. und ich wahrscheinlich schon länger zusammen als andere Leute verheiratet bleiben. Und gibt es eine Beziehungsdauer, aber der man verheiratet sein muss? Ich dachte wir wären alle total liberal und tolerant und ich könnte auch bis ans Ende meiner Tage einfach einen Lebenspartner haben!
Dem nächsten, der mich nach der Hochzeit fragt, antworte ich, dass wir gar nicht heiraten wollen. Dann verbreitet sich die Nachricht hoffentlich und ich werde nicht mehr gefragt.

Genauso wie die Sache mit den Kindern! Was soll das?! Was ist denn, wenn ich gerade schwanger bin und es noch keinem sagen möchte? Was ist, wenn ich einfach nur dick bin und man sich nach meinem Bauch erkundigt? Vielleicht hab ich auch gerade ein Kind verloren? Das weiß ja keiner! Wie kann man also einfach solche Fragen stellen ohne sich darüber Gedanken zu machen, in welche Tretmiene man da tritt?!

Und genau deshalb frage ich nie solche Fragen! Außer vielleicht Freundinnen, die ich wirklich sehr gut kenne und mit denen man über all diese Pläne spricht. Aber die kennen auch die Antworten auf all diese Fragen.
Für die nächste Hochzeit in zwei Wochen muss ich mir auf jeden Fall noch ein paar gepfefferte Antworten überlegen. Falls ihr Vorschläge habt: immer her damit!

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