Will you marry me?

Bevor es also dieses Jahr wieder viel um Hochzeiten geht, wollte ich euch noch genauer von meinem Heiratsantrag erzählen. Da ich ja leider in den letzten Monaten nicht gebloggt habe, wissen ja nur die Instagrammer unter euch, dass ich zu meinem 30. Geburtstag die Frage aller Fragen gestellt bekommen habe. Aber ganz von vorn!

Ich war ja schon vor ein paar Jahren bereit für das Ja-Wort. Nach so vielen Jahren an T.s Seite war für mich klar, dass ich eigentlich den Rest meines Lebens mit ihm verbringen wollte. Und das hab ich ihm auch gesagt. Hat ihn zwar sehr gefreut, aber halt eben nicht dazu bewegt mich das auch quasi offiziell zu fragen. Je mehr Zeit verging, desto ungeduldiger wurde ich dann doch und hab auch tatsächlich hin und wieder nachgefragt. Ich wollte so gern eine richtige Familie sein! So kam es dann auch, allerdings nicht mit Ring am Finger, sondern Baby im Bauch. ^^

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Durch die Schwangerschaft war ich natürlich perfekt abgelenkt und hab eigentlich gar nicht mehr so richtig übers Heiraten nach gedacht. Erst als meine Schwester einen Heiratsantrag bekam und sich kurz darauf eine Freundin verlobte. Achja, da war ja was... So viel Zeit blieb mir aber gar nicht, da näher drüber nachzudenken. Denn im August hatte ich Geburtstag und bin 30 geworden. Und pünktlich um Mitternacht gab es zu einem alkoholfreien Sekt auch ein kleines Geschenk...

Besser gesagt zwei! Denn T. ist ja nicht blöd. Er hat sich gedacht, wenn ich nur ein kleines Schächtelchen ausgepackt hätte, hätte ich den Braten gleich gerochen. So gab es also erst mal ein größeres viereckiges Geschenk, das sich als Parfüm herausstellte. Darauf folgte ein ähnlich verpacktes kleineres viereckiges Geschenk, das dann erst der Ring war. T. kam gar nicht dazu groß was zu sagen. Ich hab auch nicht richtig zugehört muss ich sagen! Ich bin ganz aufgeregt rumgehüpft, hab "Jajaja!" geschrieen und mir den Ring selbst angesteckt. XD Ich war absolut überrascht und hatte plötzlich einen Puls von 180!

Dazu muss ich vielleicht noch sagen, dass ich in der 40. Woche schwanger war und der Termin für den Kaiserschnitt 3Tage später war. Also ich war gedanklich nicht mal bei meinem Geburtstag, sondern schon bei der Geburt unserer Tochter. Und als ich dann so ein tolles Geschenk bekommen hab, konnte ich mein Glück nicht fassen!

Draußen war es noch total warm und wir zwei hatten auf der Terrasse gesessen und lecker gegrillt. Nachdem wir ordentlich Grund zum anstoßen und feiern hatten, saßen wir noch lange draußen und haben über früher gesprochen.

14 Jahre schon gehen wir durch dick und dünn. Niemals hätten wir früher damit gerechnet miteinander Mann und Frau zu werden oder Mama und Papa. Wir könnten nicht glücklicher sein. ♥


Bewerbung als Patenkind

Neben der Hochzeit sitzen wir auch an der Planung der Taufe.
Daher hab ich mir gedacht, ich zeig euch mal, wie das kleine Böhnchen sich bei seinen Paten beworben hat. Das haben wir schon recht früh gemacht, weil wir uns schon vorher über die Paten einig waren und man dann ja die Schwangerschaft auch noch schöner gemeinsam erleben kann.

Nachdem das Böhnchen also fleißig gewachsen war, das Herzchen stetig klopfte und die Familie Bescheid wusste, wollten wir die Paten fragen, ob sie ihren Job antreten wollten.

Die Frage, wer Pate werden sollte, war für uns schnell abgehakt. Wir waren beide der Meinung, dass wir mit den Paten neue Leute ins Familienboot holen und keine Familienmitglieder wählen wollten. Das sieht halt jeder anders, vor allem meine Mutter ist der Meinung, dass man schnell den Kontakt zu Freunden verlieren kann und dann hat das Kind auch nichts mehr von seinen Paten. Kann passieren, muss aber nicht! T.s Mutter hat z.B. auch den Kontakt zu ihrer Schwester abgebrochen. Kann ich mir jetzt zwar für mich und meine Schwester absolut nicht vorstellen, aber es gibt genügend Beispiele, in denen man auch zu Familienangehörigen den Kontakt verliert und die Paten damit auch weg wären.

Wir sind daher der Meinung, wenn man mit den Paten Freunde zu Familie macht, hat man zu den blutsverwandten Tanten und Onkeln noch ausgewählte. Sollte sich der Kontakt zu irgendjemandem aus dem Kreis aus welchen Gründen auch immer verändern, sind trotzdem noch genügend andere da. Und die Stellung als "leibliche" Tante bzw, Onkel, kann einem ohnehin niemand streitig machen und ist immer auf Platz 1. Zumindest bei uns.

Trotzdem haben wir etwas hin und her überlegt, da wir mehrere Freunde haben, die für diese Posten geeignet wären. Da zwei Kinder auf jeden Fall auf dem Plan stehen, ist das ja auch erstmal nicht so schlimm, aber gerade wenn man mit Paaren sehr gut befreundet ist, ist es schon schwierig zu entscheiden, wen von beiden man nimmt.
Aber ich hatten denn die Idee, einfach das Paar als Patenpaar zu nehmen. Das eine Paar kennt ihr bereits ein wenig. T. und ich waren bei ihnen letztes Jahr Trauzeugen und mit denen waren wir auch in Torremolinos. Mit dem anderen Paar sind wir auch schon sehr lange befreundet. T. ist mit ihm zusammen aufgewachsen und die Eltern sind befreundet und sie ist seine bessere Hälfte und wir beide verstehen uns blendend.

Als die Auswahl also getroffen war, mussten wir uns nur noch überlegen, wie wir die vier am besten fragen sollten. Ich hatte irgendwo in den Weiten des Internets mal eine Bewerbung als Patenkind gefunden. Das fanden wir total lustig und haben dem Böhnchen eine Bewerbung für die potentiellen Paten geschrieben:

Bewerbung als Patenkind

Sehr geehrte Frau X,
sehr geehrter Herr Y,
über meine Eltern wurde ich darauf aufmerksam, dass bei Ihnen noch vakante Stellen als Patenkind verfügbar sein könnten. Daher habe ich entschlossen, Ihnen diese Initiativbewerbung zukommen zu lassen.
Zurzeit bin ich noch Bauchbewohner, beende diese Ausbildung jedoch voraussichtlich im August 2015. Ich würde Ihnen daher nach der Geburt zur Verfügung stehen und zunächst als Baby tätig sein. Während meiner Ausbildung bekomme ich einen guten Einblick in das Berufsfeld des Patenkindes und bin der Überzeugung, dass das Aufgabengebiet meinen Interessen voll entspricht. Der freundliche Umgang mit Menschen hat für mich eine besondere Bedeutung. Teamorientiertes sowie selbständiges Spielen und Flexibilität sind für mich selbstverständlich. Ich habe eine hohe Auffassungsgabe und denke daher, dass ich mit dem wachsenden Aufgabenbereich, der mit den Aufstiegsmöglichkeiten verbunden ist, sehr gut zurechtkommen werde.
Ich bin voraussichtlich ab dem 16.08.2015 frei verfügbar und kann ab dann Ihr Bild von mir bei einem persönlichen Gespräch vervollständigen und Ihnen noch offenstehende Fragen beantworten. Sie können sich jedoch auch bei meinen Eltern erkundigen.
Über eine positive Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,
euer Böhnchen

Anlage:
Lebenslauf

Bei der Übergabe gab es natürlich verdutzte Blicke. Wir hatten den Brief natürlich in einen formellen Umschlag gesteckt. Aber nach den ersten paar Zeilen wurde ja schnell klar, worum es geht und die Freude war sehr groß. Alle haben Böhnchens Bewerbung angenommen, so dass es im Sommer gleich seinen Job als Patenkind antreten kann. ♥♥♥

Back in Jeans

Die Fotos zu dem Outfit sind schon älter. Von Ende Oktober um genau zu sein.
Das war das erste Mal nach der Geburt, dass ich mich wieder so richtig fit für ein normales Outfit gefühlt habe. Emilia war da etwa neun Wochen alt und wir hatten uns gut aufeinander eingespielt.
Die erste Woche nach der Geburt war ich ja noch im KH und hab so "Homewear-Kleider" getragen. Auch die folgenden zwei Wochen waren eher von Kleidern mit Leggings geprägt, da die Kaiserschnittwunde nicht belastet werden durfte und mein Bauch brannte, wenn er leichtem Druck ausgesetzt war. Das lag daran, dass die Plazenta bei mir vorne unter der Bauchdecke war und ihre Entfernung eben eine innerliche Wunde hinterlassen hatte. Die Wochen darauf konnte ich dann immerhin schon wieder Umstandsjeans tragen und obenrum halt Stilloberteile.
Anmerkung an die Modeindustrie: Entwerft mal schöne Stillmode!!!
Ich war auch ständig auf der Suche nach stilltauglichen normalen Oberteilen, aber auch das war überhaupt nicht einfach. Wie oft waren die Knöpfe nur Fake oder gingen nicht tief genug oder die Sachen sehen alle gleich aus. Hemden und Blusen bringen die Schwierigkeit mit sich, dass man während der Stillzeit ja unterschiedlich viel Oberweite hat und auch Oberweite und Bauch eigentlich unterschiedliche Größen erfordern.

Ihr merkt, alles schwierig!
Aber je geübter wir beim Stillen wurden, desto unwichtiger wurden stilltaugliche Oberteile. Obwohl ich mich immer noch sehr über diese Eigenschaft freue.
Seit Ende Oktober passe ich also auch wieder in meine alten Jeans, auch wenn der Bauch noch nicht wieder so ist wie vorher. Aber an diesem Tag war es wieder so, dass ich dachte: "Das Outfit musst du bloggen!" und tadaaa hier ist es:

Vest: ?, Shirt: Hollister, Jeans: Primark, Ankle Boots: s.Oliver
Vest: ?, Shirt: Hollister, Jeans: Primark, Ankle Boots: s.Oliver

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